Unterzeichner*innen

Der Deutsche Frauenring e.V. (DFR) vertritt seit 1949 die Interessen von Frauen* in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Er ist unabhängig, überparteilich, überkonfessionell und als gesellschaftspolitischer Frauenverband in Deutschland bundesweit, in internationalen Frauenverbänden und auch in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv.

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Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf dem Abbau negativer Folgen und Hindernissen, die sich durch die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit und dem Mental Load bei der Fürsorge für andere Menschen ergeben. Der DFR setzt sich aktiv dafür ein, dass Rollenstereotype aufgebrochen werden, Care Arbeit gesellschaftlich und ökonomisch angemessen wertgeschätzt und honoriert wird und die Lohnlücke zwischen Frauen* und Männern* sowie die daraus resultierende Altersarmut von Frauen* überwunden werden. Selbstständige Frauen* sollten von eine abgesicherten Mutterschutzzeit nicht ausgenommen sein.

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

Alle hier aufgelisteten Punkte sind wichtig bei der Absicherung von selbstständigen Frauen*. Angefangen bei der betrieblichen Absicherung von selbstständigen schwangeren Frauen*, die am Arbeitsplatz gesundheitlichen Gefährdungen ausgesetzt sind bis hin zum Ausbau der Kindesbetreuungsmöglichkeiten, unterstützen wir alle einzelnen Forderungen. Sämtliche Care-Arbeit leistenden Personen, allen voran Frauen* und inklusive derer in Selbstständigkeit, dürfen keinen wirtschaftlichen Nachteilen ausgesetzt sein. Weder während der Erwerbstätigkeit, noch im späteren Lebensabschnitt durch resultierende Altersarmut.

Der Female Photoclub wurde 2017 initiiert und ist seit 2020 ein eingetragener Verein für professionell arbeitende Fotografinnen. Aktuell zählt der Club etwa 500 Mitglieder, die sich in neun Städten und Regionen in ganz Deutschland organisieren.
Die Ziele des Vereins sind es, die Sichtbarkeit von Fotografinnen zu erhöhen, sich für mehr Gleichberechtigung in der Branche einzusetzen und auf Missstände wie Honorarungleichheit und mangelnde Repräsentanz aufmerksam zu machen.

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die Benachteiligung selbstständiger Fotografinnen immer noch auf allen Ebenen spürbar ist. Besonders betroffen und vulnerabel sind dabei die Mütter in unseren Reihen. Neben einem gesellschaftlichen Wandel bedarf es nun auch politischer Veränderungen damit der Mutterschutz für Selbstständige gerechter wird.

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

die Benachteiligung selbstständiger Fotografinnen immer noch auf allen Ebenen spürbar ist. Besonders betroffen und vulnerabel sind dabei die Mütter in unseren Reihen. Neben einem gesellschaftlichen Wandel bedarf es nun auch politischer Veränderungen damit der Mutterschutz für Selbstständige gerechter wird.

Bund der Selbstständigen Deutschland

Liliana Gatterer, Präsidentin
www.bund-der-selbststaendigen.de

Der BDS vertritt die Interessen des selbständigen Mittelstandes von Handwerk, Handel, Dienstleistung und freien Berufen. Wir sind überparteilich und konfessionell unabhängig.
Unsere Hauptaufgabe ist die Stärkung des selbständigen Mittelstandes in Politik und Wirtschaft. Nicht nur die Industriebetriebe dürfen gehört werden!

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wir für Chancengerechtigkeit und Gleichstellung der KMU sind und die Frauen die in der Selbständigkeit sind dazu ermuntern wollen, Kinder in die Welt zu setzen ohne schlechtes Gewissen und Existenzangst.

Durch Networking und Wissensaustausch stärken wir uns gegenseitig in unserer beruflichen Weiterentwicklung. Aus der Vielfalt unserer Kompetenzen gewinnen wir Ideen und Impulse. Unkompliziert, über den Tellerrand blickend und mit Spaß und Leidenschaft engagieren wir uns miteinander und füreinander. Unser Motto: „First give, then take.“

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auch Frauen in der IT und Digitalisierung Mutterschutz brauchen.

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

  • keine Nachteile aufgrund von Kindern
  • gesicherte Finanzierung
  • rücksichtsvoll die neue Situation bewältigen anstatt Jobverlust
  • keine Unterscheidung zwischen angestellten und selbstständigen Frauen
  • Berufstätigkeit muss möglich bleiben
  •  keine Verluste bei der Rente durch fehlenden Mutterschutz

Der Verein Bühnenmütter e.V. bemüht sich um die strukturelle Vereinbarkeit von Sorgearbeit und Erwerbsarbeit in Theaterbetrieben. Der Verein konzipiert Unterstützungsangebote, hat ein eigenes Mentoring-Programm entwickelt und engagiert sich mit präventiven Bildungsangeboten an Unis, Kunst- und Musikhochschulen. Durch Teilnahme an Symposien, Fachkonferenzen und kulturpolitischen Veranstaltungen, u. a. als Sachverständige im Kulturausschuss des deutschen Bundestages (03/23), hat der Verein den Diskurs im Themenfeld von Kunst und Sorgearbeit in den letzten Jahren maßgeblich mit geprägt.

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…ALLE Mütter* einen unglaublichen Beitrag in unserer Gesellschaft leisten, der immer noch zu wenig wertgeschätzt wird und weil JEDE Mutter* in der vulnerablen Phase von Schwangerschaft und Geburt maximale Unterstützung verdient.

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

In der Kulturbranche gibt es bisher für nicht in der KSK-versicherte Selbstständige keinen Mutterschutz. Diese sind jedoch häufig gering verdienende oder Berufseinsteiger*innen und gerade jene verdienen im Speziellen Unterstützung als (werdende) Eltern.

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Zitat aus der Resolution der Vollversammlung der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade: „Das Handwerk möchte weiblicher werden. Um mehr Frauen als Arbeitnehmerinnen, Führungskräfte und Selbstständige für sich zu gewinnen, müssen zuerst die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden. Es gilt Klischees abzubauen, die Attraktivität der Betriebe für Frauen zu erhöhen und bestehende Ungerechtigkeiten zu beseitigen.“

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Schutzregelungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft nicht von der Form der Erwerbstätigkeit abhängig sein dürfen. Für Selbstständige muss ein passgenauer, wirksamer Mutterschutz rechtlich geregelt und mit Umsetzungsmaßnahmen flankiert werden. Die europarechtlichen Vorgaben der Richtlinie 2010/41/EU verpflichten zum Abbau von Diskriminierungen und zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit für Selbstständige – Unternehmer*innen, Gründer*innen, Freiberufliche Tätige, Soloselbstständige – auch und gerade im Falle von Schwangerschaft und Mutterschaft. Der berufliche Weg in die Selbstständigkeit muss vereinbar sein mit einem Lebensplan, der es einschließt, schwanger zu werden und Mutter zu sein. Wirksam geregelter Mutterschutz ist eine Voraussetzung dafür, dass die Kompetenzen und Potenziale von Frauen stärker als bisher die Entwicklungen in der Gesamtwirtschaft prägen.
djb-Policy Paper „Mutterschutz für schwangere Selbstständige“

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

Mutterschutz für Selbstständige erfordert eine ganzheitliche Maßnahmenkonzeption, damit eine Schwangerschaft nicht zu persönlichen und betrieblichen Existenzrisiken führt. Das Mutterschutzgesetz muss um Vorschriften für den Einbezug Selbstständiger erweitert werden. Dabei sind rechtssystematisch die doppelte Zielsetzung des Gesetzes und die Vorgaben zu Gefährdungsanalyse, Risikoprävention und Schutzmaßnahmen zu beachten. Zur Flankierung müssen passgenaue Informationsangebote, professionelle Beratung sowie weitere konkrete Unterstützungsformen bereitgestellt werden: vorausschauend für die Gründungsphase sowie konkret bei Schwangerschaft. Gründungs- und Wirtschaftsförderungsinstrumentarien sind auf Diskriminierungsfreiheit zu überprüfen und so weiterzuentwickeln, dass Selbstständigkeit und Schwangerschaft/Mutterschaft besser vereinbar sind. Die Absicherungen durch Krankenversicherungen und betriebsbezogene Ausfallversicherungen sind zu überprüfen. Der versicherungsrechtliche Rahmen muss so gestaltet werden, dass ein diskriminierungsfreier Versicherungsschutz auch bei Schwangerschaft gewährleistet ist.

KREATIVES SACHSEN ist Mutmacher und Impulsgeber für Kultur- und Kreativschaffende in ganz Sachsen. Wir vernetzen, informieren und unterstützen, sind Begleiter für neue Ideen und eröffnen Perspektiven für Kooperationen. Wir setzen uns für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung der Branche ein und bieten Qualifizierungsangebote, Netzwerkveranstaltungen und kostenfreie Beratungen an, um die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen produktiv und nachhaltig zu stärken. Träger ist der Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen eV mit seinen regionalen Mitgliedsverbänden in Chemnitz, dem Erzgebirge, Leipzig und Dresden. Das Sächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit + Verkehr unterstützt maßgeblich.

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… wir im Projekt den Themenschwerpunkt Selbstständige Arbeitswelten seit 2021 ua mit dem Themenbereich Elternschaft bearbeiten. Ziel ist es, die fragilen Rahmenbedingungen für alleinstehende Eltern durch eine verstärkte Sichtbarkeit des Themas zu stabilisieren. Durch den Austausch soll der Fokus auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie geschlechterpolitische Realitäten aufgedeckt werden, als Diskussionsgrundlage für weitere Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Arbeitswelten Solo-Selbstständiger im Zusammenhang mit einer geplanten und gelebten Elternschaft.

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

Anpassung eines zeitgemäßen Mutterschutzes für Solo-Selbstständige. Zur sozialen Absicherung und Ermöglichung der Ausübung des Berufes. Ohne Brüche in Erwerbsbiografien, zwangsweise beruflcihe Umorientierung. Damit der langfristigen Sicherung von Fachkräften, einer Anhebung von weiblichen Gründungen sowie Abschächung der größtenteils prekären Lebenssitationen solo-selbstsändiger Mütter und Väter in der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Mehr Mütter für die Kunst

Marcia Breuer, Initiatorin
www.mehrmütterfürdiekunst.net

Die in Hamburg ansässige Initiative „Mehr Mütter für die Kunst“ ist seit Ende 2019 aktiv und betrachtet sich als verantworlich dafür, die vielgestaltete strukturelle Benachteiligung von Künstlerinnen* mit Kind(ern) in der Kunstbranche sichtbar zu machen, unbedingte Akzeptanz und Anerkennung zu postulieren und Wege des Ausbaus von Fördermöglichkeiten für Künstlerinnen* mit Kind(ern) bzw. der Anpassung von Fördermöglichkeiten an die Lebensrealität jener Künstlerinnen* aufzuzeigen und einzufordern.

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… Kunst- und Kulturschaffende in der Regel Solo-Selbständige sind. Außerdem ist die Kunst- und Kulturbranche durch prekäre Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten geprägt, weshalb es in der Regel nicht möglich ist, ein finanzielles Polster für arbeitsfreie Zeiträume anzulegen. Die Zuspitzung jener prekären Situation durch die Geburt eines Kindes macht es für viele Künstler*innen beinahe unmöglich, weiter im Kunst-/Kultursektor zu arbeiten.

Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte geben und nehmen, empfehlen sich gegenseitig und lernen voneinander – das ist Frauen u(U)nternehmen. Als Netzwerk für Frauen in Münster und Umgebung gestalten wir die Wirtschaft in der Region aktiv mit. Mit Spaß am Engagement und freundlicher Unterstützung der IHK Nord Westfalen sind wir einzigartig erfolgreich.

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Jede selbstständige Frau sollte nicht gezwungen sein, zwischen Familie und Beruf zu wählen. Unabhängig davon, ob sie in einem Angestelltenverhältnis ist oder selbstständig arbeitet, hat jede Frau das Recht auf Unterstützung und Schutz während dieser wichtigen Lebensphase.

Deutscher Ärztinnenbund e.V.

Dr. Christiane Groß
Prof. Dr. Barbara Puhahn-Schmeiser
www.aerztinnenbund.de

Der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) kümmert sich seit 100 Jahren um die Belange der Ärztinnen und Zahnärztinnen.

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die Umsetzung der Mutterschutzgesetzgebung für Ärztinnen und Zahnärztinnen seit Jahren ein Kernthema des DÄB ist.

Die Initiative FRAUEN100 wurde 2021 gegründet, um starke und einflussreiche Frauen aus unterschiedlichen Branchen zu vernetzen und Themen in den Vordergrund zu stellen, die für Frauen besonders relevant sind. Inzwischen ist FRAUEN100 das wichtigste Frauennetzwerk Deutschlands. Im Rahmen der regelmäßigen FRAUEN100 Events vereinen wir inspirierende Persönlichkeiten, um Impulse für Female Empowerment, Frauensolidarität und für Gleichberechtigung zu setzen. Wir wollen Aufmerksamkeit generieren, Bewusstsein schaffen und wirklich etwas verändern. Dafür nutzen wir die Reichweite unserer UnterstützerInnen und arbeiten parteiübergreifend mit der Politik zusammen. In unseren Contentformaten machen wir die Inhalte der Initiative der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Wir finden, JEDE/R sollte Feminist sein wollen und wir möchten mit den Vorurteilen des Feminismus aufräumen

Wir sind Bäuer*innen. Besonders wichtig sind uns Tierwohl, Klima- und Umweltschutz sowie ein fairer Lohn für unsere Arbeit, um unsere Höfe zu erhalten. In der AbL kämpfen wir für eine bessere, faire Agrarpolitik, die Mensch, Tier und Umwelt gerecht wird.

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der Mutterschutz für selbstständige Landwirt*innen unzureichend ist. Eine Schwangerschaft für Selbstständige kann deshalb momentan existenzbedrohend und gesundheitsgefährdend sein. Das wollen wir ändern.

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

  • einfache Verlängerung des Mutterschutzes, um die Gesundheit von Kind und Frau* zu schützen,
  • höherer Stundenumfang für die Betriebs- und Haushaltshilfe, falls betrieblich nötig,
  • höherer Zuschuss für die Entlohnung einer „selbst beschafften Ersatzkraft“

Der Arbeitskreis Frauengesundheit ist der größte unabhängige Zusammenschluss von Organisationen und Fachfrauen, die sich für die Gesundheit von Frauen in Deutschland engagieren.
Wir setzen uns ein für die Selbstbestimmung von Frauen, für eine frauen- und bedarfsgerechte, wissenschaftsbasierte Gesundheitsversorgung und -politik, für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen, für die informierte Beteiligung von Frauen an allen Entscheidungen, die ihre Gesundheit betreffen , und für mehr Patientinnenbeteiligung, u. a. bei der Erstellung medizinischer Leitlinien sowie bei Reformen des Gesundheitswesens.

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Der Schutz der Gesundheit von Schwangeren und ihren Kindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und darf nicht abhängig gemacht werden davon, ob eine arbeitende Schwangere angestellt oder selbstständig ist. Für jede Schwangere sollten Schutzfristen gelten, aber auch Maßnahmen zur Gesunderhaltung und Risikominimierung. Es darf nicht sein, dass schwangere Frauen ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer ungeborenen Kinder gefährden müssen, um ihr finanzielles Überleben zu sichern. Daher unterstützen wir die Forderungen des Bündnisses Mutterschutz für Selbstständige vollumfänglich.

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

Die finanzielle Absicherung von schwangeren Selbstständigen muss gesichert sein. Daher sollte u.a. die Einzahlung in die Umlagekasse U II der Berufsgenossenschaften auch für Selbstständige verpflichtend sein, um den Verdienstausfall während der Mutterschutzzeiten abzufedern.
Neben der finanziellen Absicherung sollte aber die Gesundheit der Schwangeren und Wöchnerin großes Gewicht haben. Arbeitsverbote, wie z.B. das Nachtarbeitsverbot, sind für angestellte Schwangere selbstverständlich und sollten es auch für Selbstständige sein.

Wir vertreten die Interessen der Unternehmerinnen und Führungskräfte im Handwerk und verstärken die Sichtbarkeit sowie die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Frauen im Handwerk.Unser Auftrag ist die Weiterbildung und Qualifizierung unserer Mitglieder. Gegründet 1976 von UnternehmerFrauen, die sich unter Gleichgesinnten weiterbilden und austauschen und wollten, entstand ab 1988 ein Bundesverband mit Landesverbänden und regionalen Arbeitskreisen in ganz Deutschland.

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Als selbstständige Unternehmerinnen im Handwerk unterzeichnen wir die Erklärung zum Mutterschutz, um auf das Fehlen von finanzieller Unterstützung und Leistungen wie Mutterschaftsgeld während Schwangerschaft und Geburt hinzuweisen. Wir setzen uns für Aufklärung ein und appellieren an die Politik, diese Lücke im System zu schließen, da der Mutterschutz nicht nur eine individuelle, sondern eine gesellschaftliche Angelegenheit ist, die alle betrifft und von der ganzen Gemeinschaft getragen werden sollte.

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

  1. Finanzielle Absicherung: Einführung einer finanziellen Hilfe im Mutterschutz, um Einkommensverluste abzufedern.
  2. Betriebshilfe: Staatlich/ehrenamtlich unterstützte Betriebshilfen bei gesundheitsbedingter Einschränkung der Arbeitstätigkeit.
  3. Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit: Schaffung eines fairen, nachhaltigen Systems, das die Gesundheit von Mutter und Kind schützt, ohne Ausbeutung zu fördern.
  4. Rechtliche Anpassungen: Reform der Gesetzgebung zum Schutz vor Diskriminierung und zur Sicherstellung von Gleichberechtigung im Berufsleben.
  5. Aufklärung: Sensibilisierungskampagnen für die Bedeutung des Mutterschutzes für Selbstständige.

Mehr Frauen an die Spitze der deutschen Immobilienwirtschaft bringen – das ist das Ziel von FRAUEN IN FÜHRUNG (FIF) Initiative der deutschen Immobilienwirtschaft für mehr Frauen in Führungspositionen e.V. Der 2019 in Frankfurt am Main gegründete gemeinnützige Verein setzt sich für mehr Frauen und mehr Vielfalt in den Führungsebenen der deutschen Bau- und Immobilienwirtschaft ein. Dem Verein gehören zahlreiche Unternehmen der Immobilienbranche als Mitglieder an. FIF kooperiert mit Vereinen, Verbänden und Think Tanks der Immobilienwirtschaft sowie mit Hochschulen und Stiftungen.

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… wir uns als Verein für gleiche Chancen und Rechte von Frauen in der Arbeitswelt einsetzen. Die Bau- und Immobilienwirtschaft, das Handwerk, die Architektur, in der Kunst, überall braucht es die Expertise, Erfahrung und Einsatz gut ausgebildeter Frauen. Deshalb müssen alle Nachteile, Risiken und Hürden, die für selbstständige Frauen mit Familienplanung, Schwangerschaft, Geburt und Kinderbetreuung verbunden sind, abgebaut werden.

Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) ist die größte Berufsorganisation der Hebammen in Deutschland und vertritt die Belange aller Hebammen. Er vereint die 16 Hebammenverbände der Bundesländer mit ihren rund 22.000 Mitgliedern. Damit ist er die stärkste Interessenvertretung des Berufsstandes und eine relevante Stimme für die Belange von Schwangeren und Müttern. Die Mitglieder der Landesverbände sind sowohl angestellt als auch freiberuflich tätige Hebammen, Familienhebammen, Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen für das Hebammenwesen, Hebammenschüler*innen und Studierende sowie hebammengeleitete Einrichtungen. Der DHV vertritt als einziger Hebammenberufsverband in Deutschland auch angestellte Hebammen. Die Anfänge der Verbandsarbeit gehen auf das Jahr 1885 zurück. Seitdem hat sich der DHV in seiner über 130-jährigen Geschichte zu einer starken Organisation entwickelt.

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) setzt sich auf Bundesebene für eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der sozialen Absicherung für in den Freien Darstellenden Künsten Tätige ein. Der BFDK fördert die Qualifizierung und Vernetzung seiner Mitglieder und berät Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Er engagiert sich außerdem in zahlreichen Verbänden und Gremien auf nationaler und internationaler Ebene. Zu seinen Mitgliedern zählen 16 Landesverbände sowie acht assoziierte Verbände.

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Die Kunst ohne Geschlechtergerechtigkeit und den Schutz während der Schwangerschaft sowie bei der Betreuung von Kindern nicht frei ist.

Diese individuellen Punkte sind uns besonders wichtig

  • Die Anerkennung von frühzeitigen Ausfällen aufgrund gefährdender Aktivitäten auf und hinter der Bühne
  • Die Berücksichtigung der bisher sehr niedrigen Einkommen bei der Berechnung der Leistungen während des Mutterschutzes und des Elterngeldbezuges: Die Leistungen müssen eine Einkommenssicherung darstellen
  • Kosten für Kinderbetreuung müssen in Kriterien der Kunstförderung aufgenommen werden

Der Deutsche Anwalt­verein (DAV) versammelt ca. 60.000 Rechts­an­wäl­tinnen und Rechts­anwälte sowie Anwalts­no­ta­rinnen und Anwalts­notare, die in 253 lokalen Anwalt­vereinen im In- und Ausland organisiert sind. In unseren 16 Landes­ver­bänden, 31 Arbeits­ge­mein­schaften sowie 40 Gesetz­gebungs- und Fachaus­schüssen, engagieren sich Anwältinnen und Anwälte freiwillig.

Der DAV hat sich der Wahrung und Förderung aller beruflichen und wirtschaft­lichen Interessen der Anwalt­schaft und des Anwalt­no­tariats verschrieben. Wesentliche Arbeits­gebiete des DAV sind die Interes­sen­ver­tretung, Informa­ti­ons­ver­mittlung, Fort- und Weiter­bildung, die Imagestärkung und -pflege des Berufs­standes sowie die Förderung der Kommuni­kation unter den Kolleginnen und Kollegen. Daneben fühlt sich der DAV auch der Pflege des Gemeinsinns, der Wahrung der verfas­sungs­mäßigen Ordnung sowie der Grund- und Menschen­rechte verpflichtet.

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Hinreichender Mutterschutz und die gute Vereinbarkeit von Elternschaft und Selbstständigkeit sind für die Zukunft der Anwaltschaft unverzichtbar. Die Zahl der selbständigen Anwältinnen und Anwälte ist insgesamt rückläufig, Frauen sind unter den selbstständigen Anwält:innen zahlenmäßig nach wie vor unterrepräsentiert. Der Deutsche Anwaltverein hat sich in seinem 2020 verabschiedetem Leitbild u.a. der Beseitigung von Benachteiligungen bei der anwaltlichen Berufsausübung verschrieben: „Anwaltliche Berufs­ausübung ist keine Frage des Geschlechts, der sexuellen Identität, der Herkunft oder einer Behinderung. Wo es Benach­tei­li­gungen gibt, wollen wir sie beseitigen.“ Nicht zuletzt die Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen, das FORUM Junge Anwaltschaft sowie der Ausschuss Gender & Diversity treiben innerhalb des Verbandes diese Aufgabe voran. Vor diesem Hintergrund begrüßt und unterstützt der DAV die „Gemeinsame Erklärung für den Mutterschutz für Selbstständige“ ausdrücklich.